Offizielle Mitteilung zur Absage des Kinderfestivals 2019

Liebe Freunde und Förderer des Kinderfestivals,

nach vielen erfolgreichen Jahren haben wir – der geschäftsführende Vorstand der Sportjugend Rheinland-Pfalz und das LSB-Präsidium – uns entschlossen, anstelle e i n e s Kinderfestivals in Mainz neue Formate für verschiedene Standorte über das ganze Land verteilt zu entwickeln.  Momentan sammeln wir Ideen, um ab 2019 die Entwicklung neuer zukunftsorientierter, vereinsbezogener Kinder- und Jugendprojekte voranzubringen. Unser Ziel und unsere Kernaufgabe bleibt unverändert, Sportvereine in ihrem Wirken für Kinder und Jugendliche möglichst effektiv und positiv zu unterstützen. Das bedeutet auch, dass wir laufende Projekte auf den Prüfstand stellen, entwickeln oder aber auch uns davon verabschieden – das ist ein ganz normaler Prozess.

Natürlich haben wir uns die Entscheidung insbesondere beim Kinderfestival nicht leichtgemacht. Immerhin mehr als 20 Jahre lang galt das Kinderfestival als Erfolgsgeschichte, jährlich strömten viele tausend Besucher in den Mainzer Volkspark. Auch ist die Absage nicht – wie es teilweise zu lesen war – „Knall auf Fall“ entschieden worden. Bereits das vorhergehende LSB-Präsidium hatte es kritisch hinterfragt und d im Haushaltsplan für 2019 die Ausgaben für das Fest mit einem Sperrvermerk versehen. Der geschäftsführende Vorstand der Sportjugend prüfte daraufhin intensiv und hat mit Vereinen und Sportlern im ganzen Land darüber geredet und Meinungen eingeholt. Das seit Juni im Amt befindliche LSB-Präsidium bestätigte schließlich den gemeinsamen Entschluss der Sportjugenden, das Fest in dieser Form nicht weiterzuführen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand und steht immer die Frage des Nutzens für unsere Vereine und Verbände – und das mit Blick auf die Sportlandschaft in ganz Rheinland-Pfalz. Die Vereine kamen nach Einschätzung des Sportjugend-Vorstandes und unserer Geschäftsstellen in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr in angemessenem Umfang zur Geltung, auch generierten sie keine oder kaum neue Mitglieder durch eine Beteiligung am Kinderfestival. Die ursprüngliche Idee, eine Veranstaltung zum Abschluss der Sommerferien mit den Vereinen gemeinsam im Volkspark zu organisieren, ist einem Kindervolksfest gewichen. Eine Entwicklung, für die es die richtige Zeit gab, deren Zeit aber nun abgelaufen ist. Zudem verursacht die Organisation des Kinderfestivals erhebliche Kosten im hohen fünfstelligen Bereich. Unberücksichtigt sind dabei die Personalkosten der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sportjugend. Geld und Zeit also, das zukünftig an anderer Stelle zum Wohl der Vereine gezielter eingesetzt werden kann.

Wir verstehen alle, die traurig über die Entscheidung sind. Viele haben mit viel Herzblut und Engagement das Kinderfestival mehr als zwei Jahrzehnte begleitet – so wie wir auch. Wir schauen gerne und durchaus sentimental auf die erfolgreichen Jahre zurück. Aber wir sehen nun vor allem Chancen und Perspektiven für neue Projekte im ganzen Land. Dies wollen wir voranbringen. Darin sind sich der Landessportbund und die drei regionalen Sportbünde mit ihren Jugendorganisationen einig. So einig, wie in nahezu allen anderen Fragen im Übrigen auch.

Unser ausdrücklicher Dank gilt allen Förderern, Unterstützern und Sponsoren, die das Kinderfestival in den letzten 22 Jahren ermöglicht haben. Ganz besonders bedanken möchten wir uns auch bei den jährlich rund 500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus Vereinen, Verbänden und aus dem Bereich der Freizeit-Betreuer der Sportjugend. Ohne dieses großartige Engagement wäre das Kinderfestival nicht möglich gewesen. Wir hoffen auch in Zukunft mit Ihrem Engagement rechnen zu können. Gemeinsam wollen wir mit allen Beteiligten auch in Zukunft im Sinne des organisierten Sports im Land tolle Projekte und wertvolle Veranstaltungen für Kinder- und Jugendliche auf die Beine stellen.

Ihre Sportjugend des Landesportbundes Rheinland-Pfalz

 

 

 

Drei Fragen an unsere neue Bildungsreferentin

Aline Bessling verstärkt seit dem 1. September als Bildungsreferentin unser Team auf der Geschäftsstelle. Sie ist eure Ansprechpartnerin bei Fragen und Infos rund um die Themen Aus- & Fortbildung. Wir haben sie zu einem kleinen Interview gebeten.

Zuerst einmal herzlich Willkommen bei der Sportjugend Rheinhessen, wir freuen uns riesig, dass du nun ein Teil der Sportjugend Rheinhessen bist!

Aline, was reizt dich an dem Job als Bildungsreferentin bei uns?

An dem Job als Bildungsreferentin reizt mich die abwechslungsreiche Tätigkeit und die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen, den Vereinen und Verbänden. Außerdem freue ich mich die Aufgaben und Herausforderungen einer neu geschaffenen Stelle bei der Sportjugend mit eigenen Inhalten zu füllen. Es ermöglicht mir die perfekte Kombination den Job mit dem Hobby miteinander zu verbinden, sei es am Schreibtisch oder auf dem Sportplatz.

Deine Erwartungen und Wünsche…

Meine Erwartungen und Wünsche sind, dass ich mich gut im Team einlebe und eigene Ideen umsetzten sowie meine Position im Bereich Bildung finde. Zudem hoffe ich, viele faszinierende Betätigungen und Menschen in einem vielfältigen Job kennen zu lernen.

Ergänze doch bitte folgenden Satz: „Sport ist für mich…“

…  ein großer Teil meines Lebens, der mich fast täglich begleitet. Dabei kann ich die Gedanken nach einem anstrengenden Tag frei lassen und mit meinen Freunden gemeinsam für unsere Ziele rackern.

Vielen Dank und dir einen guten Start.

Kinderschutz – Arbeitsmaterialien & -hilfen

Das Thema Kinderschutz im Sportverein/ -verband ist ein wichtiges und zentrales Thema und sollte in jedem Verein/ Verband diskutiert und angegangen werden. Hierfür haben wir Arbeitshilfen und Arbeitsmaterialien zusammen gestellt, die euch den Zugang zum Thema erleichtern, bei ersten Schritten unterstützen und offene Fragen klären sollen. Schaut auf unserer Seite bei Kinderschutz vorbei, bei Fragen wendet euch gerne an uns, wir unterstützen euch bei diesem Thema!

Fachtag „Erste Hilfe Outdoor“

Ein Verein ist auf Jugendfreizeit, eine Geocaching-Tour durch die Natur wird gemacht bei knapp 30 Grad. Plötzlich wird einem Teilnehmer schwindelig, stolpert und stürzt 10 Meter einen bewachsenen Hang hinunter. Was ist in dieser Situation das richtige zu tun und was zu beachten? Hat sich der Jugendliche etwas gebrochen? Eine blutende Wunde oder andere Verletzungen, die auf dem ersten Blick nicht zu sehen sind?

Um in einer solchen oder ähnlichen Situation einen klaren Kopf zu bewahren und richtig zu handeln bedarf es besonderen Know-hows und kann Lebensentscheidend sein. Dieses Know-how konnten beim diesjährig ersten Lehrgang des Sportkreises Mainz/Mainz-Bingen der Sportjugend-Rheinhessen, „Erste Hilfe: Outdoor“ geschult werden. Dieser fand statt bei gutem Wetter im Lennebergwald zwischen Budenheim und Heidesheim.

Gegen 9 Uhr begrüßte das Referententeam um Notfallsanitäter Matthias Hirsch die zehn Teilnehmer im „Grünen  Haus“. Kurz darauf ging es auch schon raus in den Wald. Ziel des Tages war es, die zehn anwesenden Teilnehmer für den Ernstfall bei Outdoor-Aktivitäten zu rüsten, sowohl psychisch wie auch physisch. Der Schwerpunkt lag besonders bei Situationen, in denen beispielsweise ein Krankenwagen nicht so einfach gerufen werden kann oder es deutlich länger dauert bis Hilfe eintreffen wird, da der nächste Ort über 20 Kilometer entfernt liegt.

Zu Beginn des Lehrganges haben die Teilnehmer Rucksäcke mit nützlichem Material gepackt, welche neben dem bekannten Erste-Hilfe-Set mit auf Abenteuerreise gehen sollten, um im Notfall verunglückte Personen noch besser helfen bzw. retten zu können. Dazu gehören unter anderem Panzer-Tape, Flea-Bandage-Tape, SAM-Splint Schiene und Kabelbinder.

Nach einem kleinen Theorieteil, in dem es darum ging, Situationen einzuschätzen und Hilfe-Maßnahmen abzuwägen, kamen in verschiedenen Rollenspielen mit fiktiven Extremsituationen diese Materialen dann zum (richtigen) Einsatz. Aufgeteilt in 3 Gruppen wurden die Fälle: Überhitzung, Unterkühlung und Allergischer Schock behandelt. Auch die Erstversorgung von Knochen-Frakturen wurden praktisch geübt. Mit kreativen Eigenkonstruktionen aus Ästen und dem vorhandenen Notfall-Equipment wurden Unterarm und Unterschenkel funktional geschient.

Auch Tragen zum Abtransport wurden aus Gehölz, Kabelbinder, Tape und Jacken gebaut. Diese kamen bei der Finalen Abschlussübung zum Einsatz. Zwei Teams hatten jeweils die Aufgabe eine verunglückte Person zu versorgen und anschließend zu bergen und zur Notfall-Station zu bringen.

Die Lehrgangsteilnehmer hatten viel Spaß im Lennebergwald, wobei der nötige Ernst nie abhanden kam. Neben dem erlernten Wissen konnten sie auch viele praktische Tipps mitnehmen, welche sie hoffentlich nicht so schnell anwenden müssen, aber dennoch nicht vergessen werden.