#SagUnsDeineMeinung! Digitale Jugendhearings RLP 2021

Corona hat sich auf unser aller Leben ausgewirkt. Vor allem junge Menschen waren besonders betroffen. Diese und andere Erkenntnisse finden sich im Ergebnisbericht zur Corona-Jugendbefragung, in der junge Menschen in RLP von ihren Erfahrungen während der Pandemie, vor allem während des Lockdowns im März/April 2021, zu ihrer Freizeit und ihren Kontakten, den Bereichen Schule, Studium, Ausbildung, Arbeit und vielen weiteren Themen berichten konnten.

 

Jetzt ist es Zeit den Blick nach vorn zu richten. Daher veranstaltet das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz (MFFKI) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism) und medien.rlp – Institut für Medien und Pädagogik e.V. zwei Jugendhearings um Jugendlichen die Möglichkeit zu geben sich aktiv mehr an der Jugendpolitik zu beteiligen und Ideen und Lösungsansätze selbst einzubringen.

 

Angesprochen sind alle jungen Menschen im Alter von 14 bis 27 Jahren, die in Rheinland-Pfalz wohnen.

 

Die Jugendlichen können dabei vorab bereits erste Vorschläge einreichen. Bei den digitalen Jugendhearings werden diese dann kurz vorgestellt und gemeinsam weitere Ideen entwickelt. Die Teilnehmer*innen entscheiden dann gemeinsam im Hearing, welche Ideen sie wichtigsten finden und welche damit am Ende der Jugendministerin Katharina Binz vorgestellt werden.

Die Jugendhearings haben folgende Themenschwerpunkte:

 

#1 Zukunftsperspektiven – Fr., 5.11.2021, 16-20:30 Uhr

Wie kann sich Dein Blick in auf die Zukunft für die Jugendlichen verbessern? Was brauchen sie um Zukunft so gestalten zu können, wie sie es planen? Was wünschen sie sich für die Zeit nach Corona?

 

#2 Beteiligung- Fr., 19.11.2021, 16-20:30 Uhr

Wie können Jugendliche ihre Meinung und Ideen (besser) einbringen? Welche Orte gibt es, an denen ihre Stimme bisher nicht (genug) gehört wurde? Was brauchen sie, um sich (in der Politik) besser Gehör verschaffen zu können?

 

Ideen und Lösungsansätze können noch bis zum 02.11.2021 hier eingereicht werden:

#1 Zukunftsperspektiven hier

#2 Beteiligung hier

 

Die Online-Anmelden erfolgt ebenfalls bis zum 02.11.2021 über diesen Link.

 

Flyer Jugendhearings_05.+19.11.2021

Homepage der Veranstalung

TSG Sprendlingen für Kinderschutz-Engagement ausgezeichnet

Bild: TSG Sprendlingen – v.l.n.r.: Carolin von der Weiden (2. Vorsitzende TSG Sprendlingen), Katrin Siemon (Sportjugend Rheinhessen) & Annerose Grundlich (1. Vorsitzende TSG Sprendlingen)

Das Wetter machte der öffentlichen Übergabe des Gütesiegels „Wir schauen hin“ am 26. September leider einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich wollte Abteilungsleiterin Katrin Siemon an diesem Tag die Auszeichnung im Rahmen der Siegerehrung des Wißberglaufs 2021 übergeben.
Aufgrund der Wetterlage entfiel zwar die Siegerehrung, das Gütesiegel konnte aber dennoch an die beiden Vorsitzendinnen Annerose Grundlich und Carolin von der Weiden übergeben werden.

Wie auch die zuvor geehrten Vereine (die Sportjugend berichtete), hatte der Verein bereits 2019/2020 an dem Qualifizierungsprojekt „Wir schauen hin – Keine Chance für sexuelle Gewalt im Sport“ teilgenommen.
Im Rahmen des Projektes hatte der Verein sich vor allem auf die Schulung von Vorstand, Übungsleiter*innen und Trainer*innen konzentriert. Zudem wurde ein Beschwerdemanagement und Ansprechpartner*innen für das Thema installiert.

Mit der Übergabe des Gütesiegels an die TSG Sprendlingen konnte die Auszeichnung der acht Vereine die 2019/2020 am Qualifizierungsprojekt teilgenommen haben abgeschlossen werden.
Vor einigen Wochen startete der zweite Durchgang. 2021/22 werden 13 Vereine an dem Projekt teilnehmen und erste Schulungen haben bereits stattgefunden.

Sie möchten ihren Verein für das Thema fit machen? Sie haben Fragen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt oder suchen Unterstützung? Auf unseren Informationsseiten finden sie weiterführende Informationen und Ansprechpartner*innen.

Ehrung „Junges Ehrenamt“ VfR 07 Kirn

Viele junge Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich in unseren Vereinen und Verbänden. Doch ist dieses Engagement nicht selbstverständlich. Durch die veränderten Strukturen in Schule, Ausbildung oder Studium haben die Jugendlichen häufig nur noch wenig Freizeit. Somit verdient dieser Einsatz eine besondere Anerkennung. Mit der Auszeichnung „Junges Ehrenamt im Sport“ möchte die Sportjugend Rheinhessen junge Menschen wertschätzen, die sich in besonderer Weise für ihren Verein oder Verband einsetzen.

Bild: Sascha Trompetter – v.l.n.r.: Jörg Nikodemus (1. Vorsitzender), Jasmin Raskopf (Jugendleiterin), Kaan Bozkurt und Andreas Schmitz (Sportjugend Rheinhessen)

Bereits mit 13 Jahren begann das Engagement von Kaan Bozkurt beim VfR 07 Kirn. Damals übernahm er die Betreuung der Bambinis im Verein. Seitdem engagiert er sich in herausragender Weise im Kinder- und Jugend-, sowie im Organisations- und Veranstaltungsbereich des Vereins.
Unter großem Applaus der anwesenden Eltern, Jugendlichen und aktiven Vereinsmitgliedern konnte Sportjugendvorstandsmitglied Andreas Schmitz die Ehrung von Kaan Bozkurt im Rahmen eines Heimspieltages vornehmen.

Jugend-Engagement-Wettbewerb „Sich einmischen – was bewegen“ ausgeschrieben

Änderung der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung: Warnstufen für Kinder- und Jugendsportbetrieb angepasst

Ministerium beschießt Anpassung der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung (26. CoBeLVO) für den Kinder- und Jugendsportbetrieb.

Ab sofort gilt die Höchstgrenze von maximal 25 nicht-immunisierten Personen im Amateur- und Freizeitsport für Kinder und Jugendliche auch in den Warnstufen 2 und 3. Dies ist in der „Ersten Landesverordnung zur Änderung der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz“ festgehalten und gilt zunächst bis um 30. November.

Eine große Erleichterung für Verbände und Vereine. Die Aufrechterhaltung eines geregelten Trainings- und Wettkampfbetriebes für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre sollte somit vorerst gesichert sein.

Auch der Wegfall der sogenannten Vorausbuchungspflicht für Veranstaltungen bzw. der Zuschauer*innen im Innen- und Außenbereich soll die Vereine weiter entlasten.

Die angepassten Verordnungen finden sie rechts zum Download.

 

 

 

Vereine und Verbände für deutsch-griechischen Jugendbegegnung gesucht

Liebe Sportfreund*innen,

die Deutsche Sportjugend (dsj) sucht Sportvereine- und verbände, die an der Durchführung einer deutsch-griechischen Jugendbegegnung ab dem Jahr 2022 interessiert sind. Die Jugendgruppen können im Alter von ca. 12 bis 26 Jahren sein. Ziel ist es den interkulturellen Dialog zwischen den Jugendlichen beider Länder zu stärken.

Dafür bietet die Deutsche Sportjugend (dsj) folgenden Service an:

  • Unterstützung bei der Vermittlung geeigneter deutscher und griechischer Partnerorganisationen
  • Organisation einer deutsch-griechischen Partnertagung im Oktober 2021 in Griechenland zum Kennenlernen der griechischen Partnerorganisation und der Sport- und Jugendstrukturen in beiden Ländern
  • Förderung einer deutsch-griechischen Jugendbegegnung aus Mitteln des Deutsch-Griechischen Jugendwerks

 

Deutsch-Griechische Partnertagung 2021

Die deutsch-griechische Partnertagung vom 27. – 31. Oktober 2021 dient der Vermittlung und dem Aufbau von deutsch-griechischen Vereinspartnerschaften.

Ziel der Veranstaltung ist das gegenseitige persönliche Kennenlernen sowie das gemeinsame Planen von ersten Begegnungsprojekten. Durch Hinweise zu Inhalten, Finanzierung und pädagogischer Gestaltung der Programme soll die erste Planung erleichtert werden. In diesem Jahr werden auch Vereine mit bereits bestehenden Vereinspartnerschaften die Möglichkeit der Teilnahme haben, um wieder mit der Partnerorganisation in Kontakt zu kommen und Maßnahmen für 2022 zu planen. Dabei können sowohl Vereine mit langjährigen deutsch-griechischen Partnerschaften als auch deutsche und griechische Sportvereine, die gemeinsam ihre ersten Begegnungen planen, teilnehmen.

Die Veranstaltung wird von der dsj in Kooperation mit der Griechischen Olympischen Akademie organisiert und aus Mitteln des Deutsch-Griechischen Jugendwerks gefördert. Die Teilnahmegebühr liegt bei 100,- Euro. Darin enthalten sind Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten.

 

Termin

Mittwoch, den 27. Oktober bis Sonntag, den 31. Oktober 2021 in Marathon, Griechenland

 

Unterbringung

Die Unterbringung erfolgt voraussichtlich im Marathon Beach Resort.

 

Anmeldung 

Interessierte Vereine und Verbände ohne Partnerorganisation füllen bitte bis zum 26. September 2021 das Formular zur Partnersuche aus:

https://www.dsj.de/international/suche-einer-partnerorganisation/suche-eines-partnervereins/

Eine Teilnahme an der Partnertagung ist möglich, wenn im Vorfeld die Vermittlung einer deutsch-griechischen Vereinspartnerschaft erfolgreich war.

 

Vereine und Verbände, die bereits eine Partnerorganisation besitzen, können sich mit folgendem Anmeldelink registrieren. Anmeldefrist ist der 26. September 2021.

https://meetingmasters.events/moreEvent-dsj/public/dtgrpartnertagung2021/booking?request_locale=de

Bitte beachtet, dass es sich bei der Anmeldung zunächst um eine Voranmeldung handelt. Die Bestätigung der Teilnahme wird voraussichtlich Ende September erfolgen.

 

Bei Rückfragen steht euch Sophie Dannhäuser (dannhaeuser@dsj.de, 069/6700-418) gerne zur Verfügung.

Drei Vereine für Engagement im Kinderschutz ausgezeichnet

In den vergangenen Tagen konnte die Sportjugend Rheinhessen gleich drei Vereine für ihr Engagement im Kinderschutz auszeichnen.

Der SV 1921 Guntersblum, der TV Klein-Winternheim und der TSV SCHOTT Mainz hatten bereits 2019/2020 am Qualifizierungsprojekt „Wir schauen hin! – Keine Chance für sexualisierte Gewalt im Sport“ teilgenommen. Leider konnte aufgrund der Pandemie die Übergabe der Gütesiegel erst jetzt erfolgen.

 

TSV SCHOTT Mainz

Am 08. September konnte Abteilungsleiterin Katrin Siemon das Gütesiegel an den TSV SCHOTT Mainz übergeben. Stellvertretend für den Verein nahm Annett Boller die Auszeichnung entgegen.

Der TSV SCHOTT hatte sich während der Arbeit am Projekt vom allem auf die Weiterbildung der Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen konzentriert. Sie erhielten eine Schulung zum Thema anhand derer Verhaltensregeln festgelegt wurden. Des Weiteren fordert der Verein die Unterschrift eines Verhaltenskodex und die Vorlage des Führungszeugnisses.

 

SV 1921 Guntersblum

Am 10. September konnten die Sportjugendmitarbeiter*in Katrin Siemon und Pascal Baumann das Kinderschutz-Gütesiegel an den SV 1921 Guntersblum überreichen. Im Rahmen der Präsentation der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Vereins nahmen der Vorsitzende Christoph Rodrian sowie Jugendwart Marcel Kaiser das Gütesiegel entgegen.

Neben den Pflichtbausteinen hatte der Verein im Rahmen des Projektes eine Risikoanalyse für den Verein erstellt. In der Auseinandersetzung mit den vereinsinternen Strukturen sollen Schwachstellen gefunden und Gefahrenpotentiale bewusst werden.

 

TV Klein-Winternheim

Im Rahmen der Vereinsmeisterschaft am 13. September konnte Katrin Siemon das Gütesiegel an Jugendwartin Annika Groß-Baatsch und Kinderwartin Susanne Schwark übergeben. Sie hatten das Projekt im Verein begleitet und werden auch in Zukunft als Ansprechpartnerinnen zum Thema Prävention agieren.

Im Rahmen des Projektes hatte der Verein u.a. einen Präventionstag veranstaltet, der sich sowohl an die Kinder als auch die Eltern und Übungsleiter richtete. Neben Selbstbehauptungskursen für Kinder und Jugendliche wurde ein Elternworkshop angeboten. In dem von der Polizeiliche Prävention des
Polizeipräsidiums Mainz geleiteten Seminars wurden Kernfragen wie „Welche Gesichter hat (sexueller) Missbrauch?“, „Wie schütze ich mein Kind vor (sexuellem) Missbrauch?“ & „Wer kann Täter sein?“ angesprochen und die Eltern entsprechend geschult.

 

Sie möchten ihren Verein für das Thema fit machen? Sie haben Fragen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt oder suchen Unterstützung? Auf unseren Informationsseiten finden sie weiterführende Informationen und Ansprechpartner*innen.

 

Junges Ehrenamt: Gleich 3 Auszeichnungen beim Ingelheimer Segelclub

Jugendarbeit im Verein sollte nicht nur für, sondern auch mit jungen Menschen gestaltet werden. Beim Ingelheimer Segelclub steht dieses Motto seit der Gründung des noch jungen Vereins im Vordergrund.

Grund genug drei besonders engagierte Jugendliche des Vereins für ihre ehrenamtliche Arbeit auszuzeichnen.

Übergabe der Auszeichnung Junges Ehrenamt an den Ingelheimer Segelclub

v.l.n.r.: Nicolaj Judnic, Tom Schmitt, Magnus Schmitt (alle ISC) & Katrin Siemon (SJ Rhh)

Im Rahmen der Jugend- und Mitgliederversammlung am 11. September übernahm die Abteilungsleiterin der Sportjugend Katrin Siemon die Ehrung.

Tom Schmitt, Magnus Schmitt & Nicolaj Judnic sind alle drei Gründungsmitglieder des Ingelheimer Segelclubs. Seit mehreren Jahren engagieren sie sich in verschiedenen Funktionen im Verein und Jugendausschuss. Tom (1. Vorsitzender), Magnus (2. Vorsitzender) und Nicolaj (Geländewart) sind ausgebildete Rettungsschwimmer, Trainer-C-Breitensport und Jugendleiter. Zudem haben sie verschiedene Veranstaltungen und Aktionen ins Leben gerufen.

Aufgrund ihres Alters legten an diesem Samstag alle drei Geehrten ihre Ämter im Jugendausschuss nieder. Sie werden dem Verein aber in anderer Funktion weiter erhalten bleiben. Tom Schmitt wird beispielsweise Vertrauensperson zum Thema sexualisierte Gewalt und engagiert sich im Projekt „Wir schauen hin“ der Sportjugend Rheinhessen. Wir wünschen allen dreien alles Gute und bedanken uns für das Engagement. Ihren Nachfolger*innen wünschen wir viel Erfolg!

 

Mehr Infos zu unserer Ehrungsmöglichkeit „Junges Ehrenamt“ findet ihr hier.

Schulungsmaßnahme zur Prävention sexualisierter Gewalt in Mainz

Ist sexualisierte Gewalt im Sport ein Thema? Hundertprozentig verhindern lassen sich die schlimmen Vorfälle nicht. Aber man kann es potenziellen Tätern zumindest ungemütlich machen. Das betonte Gitta Axmann, Wissenschaftliche  Mitarbeiterin an der Deutschen Sporthochschule Köln, am Samstag bei der Schulungsmaßnahme im Rahmen des Kinderschutzprojektes  „Wir schauen hin – Keine Chance für sexualisierte Gewalt“, das der Landessportbund in Kooperation mit den Sportjugenden Rheinhessen, Rheinland und Pfalz organisiert.

Sensibilisierung, Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt – darum drehte es sich bei der Zusammenkunft in der Turnhalle des Mombacher TV, bei der fast 60 Ehrenamtler*innen aus allen Ecken von RLP dabei sein wollten, die in ihren Vereinen das heikle Thema voranbringen. „Ich will euch sensibilisieren und helfen, das Thema zu enttabuisieren, euch neue Brillen aufsetzen“, betonte Axmann, die über Formen sexualisierter Gewalt und Besonderheiten im Sport ebenso referierte wie über Möglichkeiten der Prävention.

Definiert ist sexualisierte Gewalt als Machtausübung, Unterwerfung und Demütigung mit dem Mittel der Sexualität. Dies ist auch ohne Körperkontakt möglich. Etwa durch sexualisierte Witze, sexuell anzügliche Bemerkungen oder einschlägige Bildnachrichten. Unter die Kategorie der sexuellen Grenzverletzungen fallen unangemessene Berührungen/Massagen, sich vor anderen ausziehen oder exhibitionieren oder betroffene Personen auffordern, mit ihr allein zu sein. Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt sind Küsse, Berührungen oder (versuchter) Sex gegen den Willen der Betroffenen.

Als die Fachberaterin für Breitensportentwicklung wissen wollte, ob denn jemand aus dem Plenum schon einmal in einem Vorfall verwickelt war, schnellte ein halbes Dutzend Hände nach oben. „Kinder können nicht darüber sprechen“, sagte Axmann. „Die meisten Betroffenen melden sich erst 30, 40 Jahre danach.“ Fatal sei, dass Opfer von sexuellen Übergriffen im Sportverein gleich doppelt traumatisiert sind. Einmal durch das, was sie erlebt hätten – die sexualisierte Gewalt. Und dann würden sie nicht selten noch im eigenen Verein isoliert – wenn ihnen nicht geglaubt und wenn vom Vorstand nicht gehandelt werde. Auf einen angezeigten Fall kämen 15 bis 30 nicht angezeigte Fälle.

Betroffene Jungen und Mädchen veränderten ihr Verhalten, würden zum Beispiel plötzlich aggressiver. Oder sie mutierte von einem lachenden, lebedigen, sportbegeisterten Kind zu einem betonfüßigen, geistesabwesenden, irgendwie funktionierenden Automaten. „Und der Beton“, so eine Teilnehmerin des VOICE-Projekts, „ist halt sehr fest.“ Sportvereine sind für Täter*innen nach wie vor hochinteressant. Dort haben sie eine große Anzahl von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Auswahl, zu denen sie einen regelmäßigen Kontakt herstellen und mit der Zeit vertrauensvolle Beziehungen und Bindungen aufbauen können. Täter*innen können herausfinden, wer bedürftig ist, wer etwas brauche und wem sie etwas anbieten können – um sich dann selbst etwas holen zu können. Wie Axmann den Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Funktionär*innen vor Augen führte, gibt es „immer Täter in eurem Umfeld“. Wobei man nicht sagen könne, wie ein solcher Täter aussehe. Täter könnten aus sämtlichen gesellschaftlichen Schichten stammen. Klar ist: In dem Moment, wo Eltern ihre Kinder an der Türschwelle der Sporthalle abgeben, ist der Verein verantwortlich, dass dem Kind nichts passiert.

Was die Vereinsvertreter*innen tun können? „Ihr könnt Vertrauensperson werden oder Ansprechpartner*in – oder ihr kriegt als Zeugen Sachen mit“, erläuterte die Präventionsexpertin. Wer Hilfe benötige, könne sich an N.I.N.A., das kostenlose und anonyme Hilfstelefon zum sexuellen Missbrauch wenden unter 0800-2255530. E-Mail: Beratung@hilfetelefon-missbrauch.de. Beratungsangebote in der Nähe finden sich unter www.beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon. Aber auch der LSB und die regionalen Sportjugenden verfügen über adäquate Ansprechpartner*innen, die Kontaktdaten gibt´s auf den jeweiligen Homepages.

Michael Heinze
Landessportbund RLP

Neue BFD’ler*innen bei Sportbund und Sportjugend

Am 01. September haben Jasmine Peter und Pascal Baumann Ihren Bundesfreiwilligendienst bei uns auf der Geschäftsstelle angetreten. Die 19-jährige Jasmine wird den Sportbund ab sofort in der Abteilung Kommunikation & Vereinsentwicklungunterstützen. In Ihrer Freizeit ist sie leidenschaftliche Fußballerin. „Ich mache ein BFD beim Sportbund Rheinhessen in Kooperation mit dem OK:Tv Mainz. Ich interessiere mich sehr für das Thema Öffentlichkeitsarbeit und möchte die Produktion eines Videoprojekts kennenlernen. Ich bin sehr gespannt was auf mich zukommt und freue mich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.“ Pascal Baumann ist 18 Jahre alt und ebenfalls Fußballer in seiner Freizeit. Neben dem Fußball fährt er auch gerne Ski und wandert. Er wird im kommenden Jahr die Sportjugend bei allen anstehenden Aufgaben unterstützen.

Wir wünschen euch Beiden einen guten Start und eine tolle Zeit!

Unsere Bewegungsbaustelle – kurz erklärt!

Zu unserem Verleihmaterial kommt nun unsere neue Bewegungsbaustelle dazu!

 

Was ist eine Bewegungsbaustelle? Aus was besteht die Bewegungsbaustelle? Und wie könnt ihr sie ausleihen?

Diese Fragen klären wir für euch in unserem neuen YouTube-Video:

Mehr Informationen zu unserem Verleihmaterial findet ihr hier.

 

Bei Fragen und Ausleihwünschen wendet euch bitte an bfdsj@sportbund-rheinhessen.de oder ruft einfach bei uns an 06131-2814 227 .

Bike Week der Sportjugend in Seibersbach

Nach einem Jahr Coronapause starteten am Sonntag, den 08.08.2021 zwei Mädchen und achtzehn Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren zusammen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern der Sportjugend Rheinhessen in eine Woche Zeltlager vollgepackt mit Mountainbiketouren rund um die Sportschule in Seibersbach.

Unter anderem am Flowtrail Stromberg wurde sowohl an den technischen Fertigkeiten als auch an den konditionellen Fähigkeiten und dem Verhalten am Bike gefeilt und auf die Stärken und Schwächen individuell eingegangen.
Aber auch auf den Touren rund um Schanzerkopf, Hochsteinchen und Weissenfels gab es vielfältige Gelegenheiten sich auf meist naturbelassenen Trails auszupowern und die Vielfalt des MTB-Sports kennenzulernen.

Bei meist trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen wurden die Jugendlich zudem mit einem abwechslungsreichen Freizeit- und Erlebnisprogramm mit sportlichen Wettkämpfen, Action Painting, Ballspielen und Wasserspielen bei Laune gehalten.
Ein weiteres Highlight der Woche war die Ausfahrt zum Klettergarten Lauschhütte – natürlich kamen auch hier die Bikes für die bergige Hin- und Rückfahrt zum Einsatz. Eine Nachtwanderung, bei der mit Knicklichtern und Taschenlampen ausgestattet die Umgebung erkundet wurde, war natürlich auch in diesem Jahr wieder angesagt. Ein gemeinsamer Lagerfeuerabend mit Stockbrot und Marshmallows bildete den Abschluss einer bewegungsreichen Woche.

Am Freitag, den 13.08.2021 machten sich schließlich alle ausgelastet und zufrieden nach einer Woche voller Spaß und Action auf den Nachhauseweg.