Kinderjury für Kinderrechtepreis gesucht!

Am 19. November verleiht Jugendministerin Katharina Binz erstmal den Kinderrechtspreis Rheinland-Pfalz.

„Mit dem Kinderrechtepreis sollen Aktivitäten zur Beteiligung junger Menschen in Kommunen Anerkennung und Aufmerksamkeit erfahren. Die Verwirklichung von Kinderrechten muss sich im direkten Umfeld von jungen Menschen auswirken“.

erklärt die Ministerin.

Worum geht’s?
Der Kinderrechtepreis Rheinland-Pfalz soll jedes Jahr Aktivitäten zur Beteiligung junger Menschen und zur Umsetzung von Kinderrechten in der Kommune auszeichnen. Denn im direkten Umfeld von jungen Menschen muss sich die Verwirklichung der Kinderrechte beweisen. Gleichzeitig soll der Preis Beispiele guter Praxis sichtbar machen, das Engagement für die Umsetzung der Kinderrechte und für die Beteiligung von jungen Menschen stärken und den Ausbau der Arbeit anregen.

Wer kann sich bewerben?
Der Kinderrechtepreis Rheinland-Pfalz wird verliehen an Akteur:innen, die sich für Kinderrechte in der Kommune mit dem Fokus Beteiligung junger Menschen engagieren. Bewerben kann sich, wer

■ Kinderrechte in der Kommune aktiv bearbeitet und umsetzt,
■ Projekte und Strukturen schafft, um junge Men-schen in der Kommune zu beteiligen,
■ sich mit den Interessen und Anliegen von jungen Menschen kontinuierlich auseinandersetzt,
■ einen Beitrag dazu leistet, dass Anliegen von jungen Menschen in die Planung und Entwicklung der Kommune einfließen,
■ den Dialog von Seiten der Kommune mit den jun-gen Menschen verständlich gestaltet.

Neben Kommunen selbst können sich auch Projekt-träger, Verbände, Vereine und Initiativen bewerben.

Wie bewerbe ich mich?
Bewerbungen können über Bild-, Video- oder Audio-formate sowie in anderer verständlicher und kindgerechter Form erfolgen. Diese sollen „von jungen Menschen für junge Menschen“ gestaltet werden. Die Länge der eingereichten Video- und Audio-Datei(en) soll dabei (insgesamt) 10 Minuten nicht überschreiten.
Das ausgefüllte Bewerbungsformular und die Bewerbungsdatei in kindgerechter Form können bis einschließlich Montag, 12. September 2022 unter kinderrechte@mffki.rlp.de eingereicht werden.

Welche Preise gibt es?
Insgesamt werden vier Preise verliehen:

1. Preis: 2.500 Euro
2. Preis: 2.000 Euro
3. Preis: 1.500 Euro

Sonderpreis „Ländlicher Raum“ für Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohner:innen: 2.500 Euro

Wer wählt die Preisträger:innen aus?

„Ich finde es wichtig, dass wir Kinderrechten mehr Raum geben, denn Mitsprache- und Beteiligungsrechte sind in unserer Gesellschaft noch lange nicht selbstverständlich“,

sagte Jugendministerin Katharina Binz.

„Deshalb trifft die Entscheidung, wer den Preis bekommt, eine Jury aus Kindern.“

Die Kinderrechtepreisjury besteht aus fünf regionalen Teams von jungen Menschen im Alter von 6 bis 14 Jahren, die in Rheinland-Pfalz wohnen. Aus den eingehenden Bewerbungen für die Jury werden die teilnehmenden Teams ausgelost.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren für den Kinderrechtepreis und die Kinderrechtepreisjury unter www.kinderrechte.rlp.de

Ausschreibung
Bewerbungsformular Kinderrechte-Preis
Bewerbungsformular Kinderjury

Landespräventionspreis: Noch bis 28. Februar bewerben

Kriminalprävention nimmt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer gewaltfreien Gesellschaft und der Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit ein. Aufgrund der sich rasant verändernden Gesellschaft steht die Kriminalprävention kontinuierlich neuen Herausforderungen gegenüber. Es gilt daher, den jeweiligen Entwicklungen angepasst, neue kriminalpräventive Konzepte zu entwickeln. Die Bewältigung dieser Herausforderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und bedarf des großen Engagements vieler Akteur*innen. Besonders herausragende kriminalpräventive Projekte verdienen eine besondere Würdigung, daher vergibt der rheinland-pfälzische Landespräventionsrat erneut den Landespräventionspreis. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2022.

Die Ausschreibung erfolgt seit 2019 im Rhythmus von zwei Jahren. Ziel ist es, die Arbeit der Projektemacher*innen auszuzeichnen und die erfolgreichen Konzepte landesweit vorzustellen. Dadurch sollen weitere Akteur*innen angeregt werden, im Rahmen ihres eigenen Wirkungskreises einen Beitrag zur Kriminalprävention zu leisten.

 

Bewerben können sich Gruppen, Vereine, Verbände, Schulen, Hochschulen, soziale Einrichtungen, Behörden, Kriminalpräventive Gremien, Einzelpersonen und sonstige Institutionen mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Eingereicht werden können alle Projekte sowie Initiativen und Strategien, die mit neuen und innovativen Ansätzen kriminalpräventiven Herausforderungen begegnen. Wichtig ist, dass die Maßnahmen eindeutig kriminalpräventiven Charakter aufweisen. Themen können beispielsweise sein: Jugendgewalt, sexueller Missbrauch, Rechtsextremismus, Alkoholmissbrauch, Vandalismus, Zivilcourage, Sicherheit im Alter oder Internetkriminalität.

 

Die Projekte sollten die folgenden Merkmale aufweisen:

  • Vermittlung neuer Anregungen für die inhaltliche Arbeit,

  • Übertragbarkeit auf andere Bereiche,

  • Berücksichtigung der Gender-Perspektive,

  • Impulsgebung für die Zusammenarbeit und Vernetzung vorhandener Strukturen,

  • Einbindung in ein überregionales Projekt oder Förderung desgleichen,

  • Projektabschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegend und

  • Projektumsetzung, auch mit Dritten, in Rheinland-Pfalz.

Die Preisgelder betragen für die ersten drei Plätze insgesamt 6.000 Euro (3.000 Euro, 2.000 Euro, 1.000 Euro) und sind zweckgebunden für die Fortführung des bestehenden Projektes und/oder für die Entwicklung eines neuen kriminalpräventiven Projektes.

 

Eine unabhängige, interdisziplinäre Jury wählt die besten Projekte (1. – 3. Platz) aus. Bewertet werden auch die Originalität, der Grad der Zielerreichung und die Nachhaltigkeit sowie die Möglichkeit der Übertragung auf andere Regionen. Gewinner*innen werden schriftlich benachrichtigt. Die Preisverleihung erfolgt durch die Vorsitzende/ den Vorsitzenden des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz. Die Preisträger*innen verpflichten sich zur Teilnahme an der Preisverleihung.

 

Weitere Infos und Bewerbungen unter https://kriminalpraevention.rlp.de/de/unsere-themen/wettbewerbe/landespraeventionspreis/bewerbungsformular/

 

Ausschreibung

TSG Sprendlingen für Kinderschutz-Engagement ausgezeichnet

Bild: TSG Sprendlingen – v.l.n.r.: Carolin von der Weiden (2. Vorsitzende TSG Sprendlingen), Katrin Siemon (Sportjugend Rheinhessen) & Annerose Grundlich (1. Vorsitzende TSG Sprendlingen)

Das Wetter machte der öffentlichen Übergabe des Gütesiegels „Wir schauen hin“ am 26. September leider einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich wollte Abteilungsleiterin Katrin Siemon an diesem Tag die Auszeichnung im Rahmen der Siegerehrung des Wißberglaufs 2021 übergeben.
Aufgrund der Wetterlage entfiel zwar die Siegerehrung, das Gütesiegel konnte aber dennoch an die beiden Vorsitzendinnen Annerose Grundlich und Carolin von der Weiden übergeben werden.

Wie auch die zuvor geehrten Vereine (die Sportjugend berichtete), hatte der Verein bereits 2019/2020 an dem Qualifizierungsprojekt „Wir schauen hin – Keine Chance für sexuelle Gewalt im Sport“ teilgenommen.
Im Rahmen des Projektes hatte der Verein sich vor allem auf die Schulung von Vorstand, Übungsleiter*innen und Trainer*innen konzentriert. Zudem wurde ein Beschwerdemanagement und Ansprechpartner*innen für das Thema installiert.

Mit der Übergabe des Gütesiegels an die TSG Sprendlingen konnte die Auszeichnung der acht Vereine die 2019/2020 am Qualifizierungsprojekt teilgenommen haben abgeschlossen werden.
Vor einigen Wochen startete der zweite Durchgang. 2021/22 werden 13 Vereine an dem Projekt teilnehmen und erste Schulungen haben bereits stattgefunden.

Sie möchten ihren Verein für das Thema fit machen? Sie haben Fragen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt oder suchen Unterstützung? Auf unseren Informationsseiten finden sie weiterführende Informationen und Ansprechpartner*innen.

Drei Vereine für Engagement im Kinderschutz ausgezeichnet

In den vergangenen Tagen konnte die Sportjugend Rheinhessen gleich drei Vereine für ihr Engagement im Kinderschutz auszeichnen.

Der SV 1921 Guntersblum, der TV Klein-Winternheim und der TSV SCHOTT Mainz hatten bereits 2019/2020 am Qualifizierungsprojekt „Wir schauen hin! – Keine Chance für sexualisierte Gewalt im Sport“ teilgenommen. Leider konnte aufgrund der Pandemie die Übergabe der Gütesiegel erst jetzt erfolgen.

 

TSV SCHOTT Mainz

Am 08. September konnte Abteilungsleiterin Katrin Siemon das Gütesiegel an den TSV SCHOTT Mainz übergeben. Stellvertretend für den Verein nahm Annett Boller die Auszeichnung entgegen.

Der TSV SCHOTT hatte sich während der Arbeit am Projekt vom allem auf die Weiterbildung der Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen konzentriert. Sie erhielten eine Schulung zum Thema anhand derer Verhaltensregeln festgelegt wurden. Des Weiteren fordert der Verein die Unterschrift eines Verhaltenskodex und die Vorlage des Führungszeugnisses.

 

SV 1921 Guntersblum

Am 10. September konnten die Sportjugendmitarbeiter*in Katrin Siemon und Pascal Baumann das Kinderschutz-Gütesiegel an den SV 1921 Guntersblum überreichen. Im Rahmen der Präsentation der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Vereins nahmen der Vorsitzende Christoph Rodrian sowie Jugendwart Marcel Kaiser das Gütesiegel entgegen.

Neben den Pflichtbausteinen hatte der Verein im Rahmen des Projektes eine Risikoanalyse für den Verein erstellt. In der Auseinandersetzung mit den vereinsinternen Strukturen sollen Schwachstellen gefunden und Gefahrenpotentiale bewusst werden.

 

TV Klein-Winternheim

Im Rahmen der Vereinsmeisterschaft am 13. September konnte Katrin Siemon das Gütesiegel an Jugendwartin Annika Groß-Baatsch und Kinderwartin Susanne Schwark übergeben. Sie hatten das Projekt im Verein begleitet und werden auch in Zukunft als Ansprechpartnerinnen zum Thema Prävention agieren.

Im Rahmen des Projektes hatte der Verein u.a. einen Präventionstag veranstaltet, der sich sowohl an die Kinder als auch die Eltern und Übungsleiter richtete. Neben Selbstbehauptungskursen für Kinder und Jugendliche wurde ein Elternworkshop angeboten. In dem von der Polizeiliche Prävention des
Polizeipräsidiums Mainz geleiteten Seminars wurden Kernfragen wie „Welche Gesichter hat (sexueller) Missbrauch?“, „Wie schütze ich mein Kind vor (sexuellem) Missbrauch?“ & „Wer kann Täter sein?“ angesprochen und die Eltern entsprechend geschult.

 

Sie möchten ihren Verein für das Thema fit machen? Sie haben Fragen zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt oder suchen Unterstützung? Auf unseren Informationsseiten finden sie weiterführende Informationen und Ansprechpartner*innen.

 

Schulungsmaßnahme zur Prävention sexualisierter Gewalt in Mainz

Ist sexualisierte Gewalt im Sport ein Thema? Hundertprozentig verhindern lassen sich die schlimmen Vorfälle nicht. Aber man kann es potenziellen Tätern zumindest ungemütlich machen. Das betonte Gitta Axmann, Wissenschaftliche  Mitarbeiterin an der Deutschen Sporthochschule Köln, am Samstag bei der Schulungsmaßnahme im Rahmen des Kinderschutzprojektes  „Wir schauen hin – Keine Chance für sexualisierte Gewalt“, das der Landessportbund in Kooperation mit den Sportjugenden Rheinhessen, Rheinland und Pfalz organisiert.

Sensibilisierung, Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt – darum drehte es sich bei der Zusammenkunft in der Turnhalle des Mombacher TV, bei der fast 60 Ehrenamtler*innen aus allen Ecken von RLP dabei sein wollten, die in ihren Vereinen das heikle Thema voranbringen. „Ich will euch sensibilisieren und helfen, das Thema zu enttabuisieren, euch neue Brillen aufsetzen“, betonte Axmann, die über Formen sexualisierter Gewalt und Besonderheiten im Sport ebenso referierte wie über Möglichkeiten der Prävention.

Definiert ist sexualisierte Gewalt als Machtausübung, Unterwerfung und Demütigung mit dem Mittel der Sexualität. Dies ist auch ohne Körperkontakt möglich. Etwa durch sexualisierte Witze, sexuell anzügliche Bemerkungen oder einschlägige Bildnachrichten. Unter die Kategorie der sexuellen Grenzverletzungen fallen unangemessene Berührungen/Massagen, sich vor anderen ausziehen oder exhibitionieren oder betroffene Personen auffordern, mit ihr allein zu sein. Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt sind Küsse, Berührungen oder (versuchter) Sex gegen den Willen der Betroffenen.

Als die Fachberaterin für Breitensportentwicklung wissen wollte, ob denn jemand aus dem Plenum schon einmal in einem Vorfall verwickelt war, schnellte ein halbes Dutzend Hände nach oben. „Kinder können nicht darüber sprechen“, sagte Axmann. „Die meisten Betroffenen melden sich erst 30, 40 Jahre danach.“ Fatal sei, dass Opfer von sexuellen Übergriffen im Sportverein gleich doppelt traumatisiert sind. Einmal durch das, was sie erlebt hätten – die sexualisierte Gewalt. Und dann würden sie nicht selten noch im eigenen Verein isoliert – wenn ihnen nicht geglaubt und wenn vom Vorstand nicht gehandelt werde. Auf einen angezeigten Fall kämen 15 bis 30 nicht angezeigte Fälle.

Betroffene Jungen und Mädchen veränderten ihr Verhalten, würden zum Beispiel plötzlich aggressiver. Oder sie mutierte von einem lachenden, lebedigen, sportbegeisterten Kind zu einem betonfüßigen, geistesabwesenden, irgendwie funktionierenden Automaten. „Und der Beton“, so eine Teilnehmerin des VOICE-Projekts, „ist halt sehr fest.“ Sportvereine sind für Täter*innen nach wie vor hochinteressant. Dort haben sie eine große Anzahl von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Auswahl, zu denen sie einen regelmäßigen Kontakt herstellen und mit der Zeit vertrauensvolle Beziehungen und Bindungen aufbauen können. Täter*innen können herausfinden, wer bedürftig ist, wer etwas brauche und wem sie etwas anbieten können – um sich dann selbst etwas holen zu können. Wie Axmann den Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Funktionär*innen vor Augen führte, gibt es „immer Täter in eurem Umfeld“. Wobei man nicht sagen könne, wie ein solcher Täter aussehe. Täter könnten aus sämtlichen gesellschaftlichen Schichten stammen. Klar ist: In dem Moment, wo Eltern ihre Kinder an der Türschwelle der Sporthalle abgeben, ist der Verein verantwortlich, dass dem Kind nichts passiert.

Was die Vereinsvertreter*innen tun können? „Ihr könnt Vertrauensperson werden oder Ansprechpartner*in – oder ihr kriegt als Zeugen Sachen mit“, erläuterte die Präventionsexpertin. Wer Hilfe benötige, könne sich an N.I.N.A., das kostenlose und anonyme Hilfstelefon zum sexuellen Missbrauch wenden unter 0800-2255530. E-Mail: Beratung@hilfetelefon-missbrauch.de. Beratungsangebote in der Nähe finden sich unter www.beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon. Aber auch der LSB und die regionalen Sportjugenden verfügen über adäquate Ansprechpartner*innen, die Kontaktdaten gibt´s auf den jeweiligen Homepages.

Michael Heinze
Landessportbund RLP

RV 1910 Hechtsheim für Engagement im Kinderschutz ausgezeichnet

„Wir schauen hin! – Keine Chance für sexualisierte Gewalt im Sport“ ist der Name des Präventionsprojektes der Sportjugend Rheinhessen und das Landesportbundes Rheinland-Pfalz.

Für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt wurde der RV 1910 Hechtsheim jetzt ausgezeichnet.

Katrin Siemon überreicht das Kinderschutz-Siegel an Inken Berg und Marvin Höffner vom RV Hechtsheim Foto: Gundolf Berg

Der Startschuss für die Maßnahme fiel bereits 2019. Zusammen mit sieben weiteren Vereinen aus Rheinhessen hatte der Radsportverein eine auf 12 Monate angelegte Qualifizierungsmaßnahme begonnen. Ziel war die Implementierung eines Kinderschutzprojektes, welches zum einen auf die Sensibilisierung der Mitglieder, Eltern und Übungsleiter abzielt, zum anderen Kinderschutzmaßnahmen aber auch strukturell verankern soll.

Für die Umsetzung wurden 14 Präventionsbausteine entwickelt, die teils verpflichtend, teils fakultativ sind. Unter der Leitung von Anprechpartner*in Inken Berg und Marvin Höffner führte der Verein u.a. Schulungen für Übungsleiter*innen und Trainer*innen, Sportler*innen und Eltern durch. Des Weiteren wurden gemeinsam Verhaltensregeln für selbige erarbeitet und in einem Verhaltenscodex festgehalten. Zusätzlich weisen alle Übungsleiter*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen u.a. regelmäßig ihr Führungszeugnis nach. Ein Interventionsplan soll zudem Handlungssicherheit im Falle eines hoffentlich nicht eintretenden Verdachtsfalls geben.

Für die Zukunft ist zudem die Verankerung des Themas in der Satzung geplant. Weiterhin soll eine Risikoanalyse Klarheit bringen, an welchen Stellen der Verein weiter präventiv aktiv werden kann.

Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Volksradfahrens konnte das Siegel nun abschließend an den Verein überreicht werden. „Aufgrund der Corona-Pandemie war eine frühere Übergabe leider nicht möglich gewesen. Dabei hatte der Verein bereits Mitte 2020 alle notwendigen Bausteine für das Projekt erfolgreich abgeschlossen“, berichtet Katrin Siemon, Projektleiterin für den Bereich „Sexualisierte Gewalt im Sport“ bei der Sportjugend Rheinhessen. „Um so mehr freuen wir uns, dass wir den Verein jetzt offiziell auszeichnen konnten.“

Neben dem Siegel „Engagiert im Kinderschutz“ erhielt der Verein eine Prämie in Höhe von 500,00 € für die Jugendarbeit.

Im März 2021 startete die zweite Runde des Präventionsprojektes. Innerhalb eines Jahres werden nun 13 weitere rheinhessische Vereine im Bereich „Prävention sexualisierter Gewalt im Sport“ geschult. Sie setzen mit der Teilnahme ein wichtiges Zeichen und positionieren sich klar und für den Kinderschutz als zentrales Thema ihrer Jugendarbeit.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Kinderschutz und zur Umsetzung von Präventionsmaßnahmen haben, steht Ihnen unsere Mitarbeiterin Katrin Siemon jederzeit unter der Telefonnummer 06131-2814 210 oder per Mail: k.siemon@sportbund-rheinhessen.de zur Verfügung.

Weitere Infos zum Thema unter: https://sportjugend-rheinhessen.de/kinderschutz-im-sportverein/