Corona-Krise: Trotz Lockerung an die Regeln halten!

Kuhn mahnt zur Einhaltung der Regeln im Zuge der Lockerungen!  Die Lockerungen für den Sport, die die Landesregierung zum Wochenende veröffentlicht hat, stößt bei den Sportvereinen und den Verbänden in Rheinhessen auf große, sehr positive Resonanz wie die immense Anzahl an Anfragen an die Geschäftsstelle des Sportbundes Rheinhessen zeigen. Klaus Kuhn, Präsident des rund 900 Vereine starken Dachverbandes in Rheinhessen, freut sich einerseits über das hohe Interesse, warnt aber auch vor Alleingängen durch die Vereine.

„Endlich dürfen wir wieder einen Teil der Sportanlagen nutzen, das freut uns alle sehr. Wenn wir uns jetzt an die Vorgaben halten und so die Infektionsrate weiter im Rahmen bleibt oder sogar weiter sinkt, werden weitere Lockerungen folgen“, ist sich Kuhn sicher. Deshalb sei es unumgänglich, den Fachanweisungen des Landes Folge zu leisten. „Wir bekommen sehr viele Anrufe, in denen gefragt wird, ob es nicht doch möglich sei, mit der ganzen Mannschaft oder in einer Halle gemeinsam zu trainieren. Hier verweisen wir immer und sehr deutlich darauf, die aktuellen Regeln ohne Ausnahmen einzuhalten“, betont Kuhn und verweist auf die 4. Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Epidemie: „Die Regeln sind absolut sinnvoll in der jetzigen Situation.“

Einige Auszüge der 4. Landesverordnung für den Sport haben wir hier für Sie im Überblick zusammengestellt.

Breiten- und Freizeitsport

Individualsport im Freien, beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf, Reiten und ähnliche Sportarten, bei dem das Kontaktverbot und der Mindestabstand nach § 4 Abs. 1 eingehalten werden können, ist zu Freizeit- und Trainingszwecken zulässig. Zu diesem Zweck ist die Nutzung von Einrichtungen und Anlagen im Freien nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 7 mit Ausnahme der Schwimm- und Spaßbäder zulässig, soweit die gebotenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden und der Träger der Einrichtung oder Anlage einer Öffnung ausdrücklich zustimmt.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person und im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands zulässig. Zu anderen als den in Satz 1 genannten Personen ist in der Öffentlichkeit, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Die Durchführung von Veranstaltungen jeglicher Art ist untersagt.

Spitzensport

Der Betrieb öffentlicher und privater Sportanlagen sowie Sportstätten im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 7 zu Trainingszwecken des Spitzen- und Profisports ist zulässig.

Spitzen- und Profisport im Sinne des Satzes 1 betreiben:

  • olympische und paralympische Bundeskaderathletinnen und –athleten (Olympiakader, Perspektivkader, Nachwuchskader 1), die an Bundesstützpunkten, anerkannten Landesleistungszentren und Landesstützpunkten trainieren
  • Profimannschaften der 1. und 2. Bundesligen aller Sportarten,
  • wirtschaftlich selbstständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler ohne Bundeskaderstatus.

Bei der Durchführung der Trainingseinheiten ist zur Reduktion des Übertragungsrisikos des Coronavirus SARS-Cov-2 zwingend zu beachten, dass

  • Trainingseinheiten nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden dürfen;
  • während der gesamten Trainingszeit das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 Metern zwischen sämtlichen anwesenden Personen, insbesondere zwischen Spielerinnen und Spielern, Sportlerinnen und Sportlern sowie Betreuerinnen und Betreuern, zu gewährleisten ist; ein Training von Spielsituationen, in denen ein direkter Kontakt erforderlich oder möglich ist, ist untersagt;
  • Trainingseinheiten ausschließlich individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen von maximal fünf Personen erfolgen;
  • besonders strenge Hygieneanforderungen beachtet und eingehalten werden, insbesondere im Hinblick auf Desinfektion von Nassräumen und benutzten Sport und Trainingsgeräten;
  • Kontakte außerhalb der Trainingszeiten auf ein Minimum beschränkt werden; dabei ist die Einhaltung eines Mindestabstands von mindestens 1,5 Metern zu gewährleisten; falls Räumlichkeiten die Einhaltung dieses Mindestabstands nicht zulassen, sind sie zeitlich versetzt zu betreten und zu verlassen.

Den gesamten Text der Verordnung finden Sie hier.
Eine Auslegungshilfe finden Sie hier.

 


Mit der neuen Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gibt es ab dem 20. April auch mehr Freiraum für sportliche Aktivitäten/Erleichterungen auch für den Spitzensport. Sportliche Betätigung alleine, zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands im Freien ist von Montag an auch unter Benutzung von Sportanlagen auf Anordnung der Landesregierung wieder zulässig, soweit die gebotenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden können und der Träger einer Öffnung der Sportstätte ausdrücklich zustimmt.

Die Lockerung der bisherigen Vorgaben sind eine Reaktion auf die große Disziplin und das Verantwortungsbewusstsein der rheinland-pfälzischen Bevölkerung und betrifft Sportarten im Freien wie beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf, oder Reiten, bei denen das Kontaktverbot und der Mindestabstand eingehalten werden können. Damit soll Bewegung auch in Zeiten der Einschränkung vorrangig bei Outdoor-Sportarten ermöglicht werden. „Ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität für viele Bürgerinnen und Bürger, für die sportliches Aktivität ein wesentliches Element des körperlichen Wohlbefindens ist, auf die sie über Wochen verzichten mussten“, so Sportminister Roger Lewentz. Dennoch ist stets die aktuelle Entwicklung der Ausbreitung des Virus zu beobachten und bei der Beurteilung von Lockerungen mit einzubeziehen.

Der Sportbund Rheinhessen und die anderen drei Sportbünde begrüßen die stufenweise Öffnung der Sportanlagen, leisten die mehr als 6000 Sportvereine im Land mit ihren vielfältigen Angeboten einen wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Sportbund-Präsident Klaus Kuhn begrüßt diese Ansätze: „Wir alle freuen uns über jede Lockerung, die wir mit Augenmaß und Blick auf die aktuelle Lage genehmigt bekommen und genehmigen können. Viele Menschen haben bereits in der Krise die Schönheit der Bewegung im Freien wiederendeckt, jetzt gibt es diesbezüglich sogar weitere Möglichkeiten auf Sportanlagen. Die Vereine arbeiten mit Hochdruck daran, es ihren Mitgliedern im Rahmen des Erlaubten zu ermöglichen. Das ist ein schöner Lichtblick.“

Kontaktverbot und Mindestabstand müssen weiterhin eingehalten werden

Die Lockerung betreffen Sportarten im Freien wie beispielsweise Rudern, Segeln, Tennis, Luftsport, Leichtathletik, Golf oder Reiten und ähnliche Sportarten, bei denen das Kontaktverbot und der Mindestabstand eingehalten werden könnten. Damit solle Bewegung auch in Zeiten der Einschränkung vorrangig bei Outdoor-Sportarten ermöglicht werden.

Mannschaftssportarten bleiben verboten (wie Fußball, Handball oder Basketball)

Erleichterungen auch für das Training von Spitzensportlerinnen und -sportlern
Die neue Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bezieht zudem das Training von Spitzensportlerinnen und –sportlern mit ein. So gibt es für das Training von olympischen und paralympischen Bundeskaderathletinnen und -athleten, die an Bundesstützpunkten, anerkannten Landesleistungszentren und Landesstützpunkten in Rheinland-Pfalz trainieren, Erleichterungen. Zudem für Profimannschaften der 1. und 2. Bundesligen aller Sportarten sowie wirtschaftlich selbstständige, vereins- oder verbandsungebundene Profisportlerinnen und -sportler ohne Bundeskaderstatus. Details dazu folgen…

Beitragsbild von Felix Wolf auf Pixabay